Disgaea - Afternoon of Darkness
Apr 11th, 20:26 2008 by Chinobi
Heute gibt es en Review eines der genialsten Spiele, die ich in letzter Zeit gespielt habe: Disgaea für PS2 und PSP. (Vielleicht auch bald schon für Nintendo DS)

Story
Laharl, der Prinz der Unterwelt, erwacht aus seinem Schlummer durch seine Dienerin Etna, die ihn auf eine mehr oder weniger sanfte Art und Weise weckt. Er hatte ganze 2 Jahre geschlafen und während dieser Zeit war die Hölle los. König Krichevskoy, der Overlord (=Herrscher) der Unterwelt, war durch einen tragischen Unfall ums Leben gekommen (erstickt an seinem Lieblingssnack, einer schwarzen Brezel, welch Ironie) und die mächtigsten Dämonen der Unterwelt bekämpfen sich nun gegenseitig um den Titel des neuen Overlords. Prinz Laharl lässt dies als rechtmässiger Erbe natürlich nicht auf sich sitzen und zieht mit Etna los, um Ordnung in der Unterwelt zu schaffen.
Gameplay
Die Geschichte von Disgaea ist in verschiedenen Kapiteln unterteilt. Nachdem man eine gewisse Anzahl an Missionen erledigt hat, kommt dann auch schon das nächste Kapitel. Jeder Kapitelübergang ist sehr einfallsreich und witzig gestaltet, ihr werdet schon sehen was ich meine, wenn ihr am Ende des ersten Kapitles angelangt seid. Hehe. Die Storydialoge sind sehr schlicht gehalten, wer hier aufwändige Cutscenes à la Final Fantasy erwartet wird vergebens suchen.

Eine geistreiche Konversation.
Die eigene Burg dient als Basis, dort kann man sich auch mit Items eindecken und abspeichern bevor man in die Schlacht zieht. Das ist auch so ziemlich der einzige Ort, in dem man sich frei bewegen kann.
Um gegen Horden von Monstern bestehen zu können braucht es auch eine gut trainierte Armee. Es gibt eine sehr grosse Auswahl von Charakterklassen, sogar Monster kann man rekrutieren. Einige Charakterklassen muss man erst freischalten, aber es lohnt sich, denn jede Klasse hat so ihre Spezialitäten.

Holy Moly, es gibt sogar die Ninja Klasse! (unten, rechts vom Samurai)
Für die Rekrutierung kommt eines der genialsten und nervigsten Spielelemente zum Zuge: The Dark Assembly (auf dt.: Die Dunkle Versammlung). Hier kann man verschiedene Vorschläge bringen z.B. bessere Items in den Shops. Einige Vorschläge an die Versammlung bedürfen keiner Zustimmung, z.B. das Erstellen von Mitstreitern mit schlechtem Potenzial. Andere hingegen, wie z.B. das Freischalten eines neuen Gebietes, bedarf es der Zustimmung der Senatoren. Diese Bastarde sind natürlich nicht immer mit einem Vorschlag einverstanden, in diesem Falle kann man die Senatoren einfach mit Items, die man eh nicht mehr braucht, bestechen, bevor die Abstimmung beginnt. Falls die Mehrheit auch nach dem Bestechungsversuch nicht erlangt wird, hat man immer noch die Möglichkeit die Abstimmung durch “Erzwingen” zu gewinnen, sprich man killt einfach alle, die gegen den Vorschlag gestimmt haben…

Nice, der Vorschlag wurde angenommen, aber ich geh trotzdem Senatoren kloppen.
Ein cooles Feature ist die Item-World, indem man in das Item hineingeht und dort aufräumt (Monster verkloppt) verbessert sich das Item. Ein Item kann bis zu 100 Ebenen haben, je tiefer man geht desto besser wird der Gegenstand am Schluss. Achtung, die Monster werden dem entsprechend auch stärker, je tiefer man steigt.
Nun zum interessanten Teil des Spiels: der Kampf. Gekäpft wird auf einem Isometrischen Brett. Man kann bis zu 10 Kämpfer aufs Feld rufen, und wenn alle Hopps gehen ist das Spiel verloren, ein sehr simples Prinzip. Das Spiel ist rundenbasiert, bietet aber eine interessante Möglichkeit. Befehle, die man eingibt werden nicht sofort ausgeführt, sondern man kann selber bestimmen wann sie ausgelöst werden, einzig die Reihenfolge der Eingabe ist essentiell. So kann man z.B. mehreren Kämpfer ein Ziel angreiffen lassen und Combos erzielen, mag zwar asozial wirken, ist aber überebensnotwendig.
Auch die ganzen Spezialattacken sind sehr nett animiert. Bei Bedarf kann man sie aber abschalten.
Fazit
Ich kann das Spiel nur wärmsten empfehlen, die Musik ist Ohrwurmverdächtig, es gibt extrem viele Geheimnisse und Features zum Freischalten, sowie Multiple Endings. Ein kleine Warnung am Rande, es macht extrem süchtig, und verschlingt unmengen an Zeit, wer alles sehen will muss in der PS2 Version schon mind. 80h investieren (eher mehr), in der PSP Version weniger (ca. 60h), da es einen Bug gibt, der das Leveln extrem leicht macht. Das Wichtigste: Es gibt Ninjas im Spiel, allein deswegen muss man es spielen!
Bilderquelle: rpgamer.com

